
Im Vergleich besonders hohe Zinsen einiger – auch ausländischer – Banken für Tagesgeldanlagen sorgen für Interesse bei den Sparkunden. Doch wo bleibt dabei die Sicherheit der Einlagen? Das fragten sich nicht wenige Leser der Stiftung Warentest.
Denn über ihr Institut “Finanztest” hatte die Stiftung in den letzten Wochen und Monaten einigen fast schon verdächtig hohen Zinssätzen europäischer Banken ein durchaus gutes Zeugnis ausgestellt. So beispielsweise der viel diskutierten aber auch beliebten Bank of Scotland, wie Topkonto.de unter anderem hier berichtete.
Auch über die Konkurrenz von MoneYou äußerte sich Finanztest ähnlich. Weitere Banken mit besonders hohen Zinsen, welche in diesem Bericht von der Stiftung Warentest erwähnt werden:
Verbraucher machen sich Sorgen
So manche Leser von Finanztest fragen in diesen Fällen besorgt bei dem Institut an, ob vergleichbare Tagesgelder denn auch sicher seien. Denn während die europäische Zentralbank den Leitzinssatz eher senkt, überbieten sich die genannten Banken mit immer höheren Anlageprodukten im Bereich Tagesgeld aber auch Festgeld. Beim Tagesgeld-Spitzenreiter NIBC direkt summiert sich diese Differenz aktuell schon einmal auf bis zu 1,85 Prozentpunkte im Vergleich zum Referenzzinssatz.
Und das ist durchaus ungewöhnlich. Die Banken brauchen teils dringend frisches Kapital, was sie sich in diesem Fall eben über deutlich höhere Verzinsungen für die Endkunden besorgen wollen. So wundern sich Experten nicht über deutlich niedrigere Zinsangebote, wie sie momentan etwa von den großen Deutschen Banken kommen.
Finanzkrise begünstigt hohe Tagesgeldzinsen
“Kleinsparer sind dank Finanzkrise wieder beliebt”, so das Resümee der Finanztester, die darin kein überaus großes Risiko für die Kunden sehen. “Die Art der Refinanzierung sagt nichts darüber aus, ob sich eine Bank in einer finanziellen Schieflage befindet”, so die Stiftung Warentest. Man achte bei den eigenen Tests stets auf ein gut funktionierendes Einlagensicherungssystem, bevor man eine Empfehlung oder ein Testsiegel aussprechen würde.
Dies sei “bei der Bank of Scotland, der IKB direkt, der VTB Direktbank, der Credit Europe und auch bei allen anderen Banken” in den aktuellen Tests der Fall, so schließen die anerkannten Verbraucherexperten. Schließlich habe man auch im Falle der einst größten isländischen Bank – der Kaupthing Bank – rechtzeitig vor einem entsprechenden Investment gewarnt, bevor diese zahlungsunfähig geworden sei.
In ihrem Produktfinder stellt die Stiftung Warentest übrigens regelmäßig lohnenswerte Anlageformen gegenüber, die Kaupthing Bank sei damals nicht gelistet worden.
Siehe auch unsere Artikel:
- Eine sichere Geldanlage – Gibt es das überhaupt
- Vorsicht: Bank of Scotland ist nicht gleich Royal Bank of Scotland







Die niederländische Garantibank zahlt seit dem 1. Dezember 2011 für das Zwölfmonatsfestgeld 3,5 Prozent Zinsen pro Jahr. Das teilte die Stiftung Warentest mit.