
Zwar gab das statistische Bundesamt für November 2010 die Teuerungsrate in Deutschland mit nur noch 2,4 Prozent an, dennoch liegen nur wenige aktuelle Tagesgeldkonten mit ihrer Verzinsung über diesem Wert.
Für Verbraucher bedeutet dies: Legen diese ihr Geld auf einem Sparkonto – egal ob Tagesgeld, Festgeld, Sparbuch oder ähnliche – mit weniger als 2,4 Prozent Zinsen an, so verlieren sie im Vergleich zur allgemeinen Preissteigerung sogar eher Geld, als dass sie welches gewinnen.
Vorsicht vor Lockvogelangeboten
Zwar wurden die Inflationsraten durch das Statistische Bundesamt noch im Oktober 2011 mit plus 2,5 Prozent und im September 2011 sogar mit 2,6 % angegeben, doch diese leicht positive Entwicklung kann sich schnell auch wieder ändern.
Auch die Stiftung Warentest bzw. Finanztest weist derzeit darauf hin, dass man neue Tagesgelder möglichst bei einem Anbieter mit hoher Verzinsung – also deutlich über 2,4 Prozent – abschließen sollte. Zu warnen ist hierbei jedoch zudem vor so manchem Lockvogelangebot: Einige auch recht bekannte Banken werben zwar mit einem durchaus attraktiven Zinssatz in dieser Größenordnung, der dann jedoch nur für einen gewissen Zeitraum wie etwa ein halbes Jahr gilt. Danach liegt der jeweils gültige Zinssatz dann wieder deutlich unterhalb des Inflationsindex.
Nur wenige Kreditinstitute toppen die derzeitige Teuerungsrate
Als relativ stabil und auch zinsstark werden hingegen derzeit unter anderem folgende Kreditinstitute von den Finanztestern genannt:
- Das Angebot von MoneyYou (Ableger der niederländischen ABN Amro Bank) mit aktuell 2,75 Prozent Zinsen (variabel), hier mehr zum Angebot
- Die Bank of Scotland – hier im Test – mit Stand Januar 2012 2,70 Prozent
- Sowie die Sonderform-Kombi aus Tagesgeld und Festgeld “VTB Duo” der österreichischen VTB Direktbank, bei der bei hoher Verzinsung jedoch einige Besonderheiten zu beachten sind
Tagesgeldrechner beinhalten nicht immer alle Banken
Wir haben uns hierbei auf die Nennung der jeweils zinsstärksten Tagesgelder beschränkt. Da diese Konditionen jedoch erfahrungsgemäß durchaus relativ schnell schwanken können, lohnt sich immer auch ein aktueller Tagesgeldvergleich, wie wir ihn hier unseren Lesern anbieten.
Doch selbst dort muss man darauf achten: Zum einen listet der dahinterliegende Anbieter des Rechners nicht immer sämtliche Banken, zum anderen sind einige sehr hoch scheinende Verzinsungen (wie etwa bei Cortal Consors mit 4,5 Prozent derzeit) mit zusätzlichen Bedingungen wie dem gleichzeitigen Abschluss eines Wertpapierdepots oder ähnlichem verknüpft.







