
Die überwiegende Mehrheit der Bürger setzt bei Geldanlagen auf Sicherheit, und zwar sowohl bei kurzfristigen als auch bei langfristigen Anlagen.
Beklommen nehmen die Anleger jedoch zur Kenntnis, dass die Sicherheit nicht erst seit dem Jahre 2011 bei vielen Anlagearten abhanden gekommen oder zumindest in Mitleidenschaft gezogen ist. Banken geraten in den Sog der Finanzkrise, bislang als besonders sicher geltende offene Immobilienfonds müssen nunmehr reihenweise mit hohen Verlusten abgewickelt werden.
Schon diese wenigen Beispiele aus jüngster Vergangenheit zeigen, dass das Thema Sicherheit von Geldanlagen aus gutem Grund in das Blickfeld von Anbietern und Anlegern geraten ist. Die Sicherheit im magischen Dreieck der drei Anlagekriterien Sicherheit, Verfügbarkeit und Rentabilität lässt sich sinnvollerweise an den drei beliebtesten Geldanlageformen veranschaulichen: Bankguthaben, Wertpapieranlagen, Kapitallebensversicherungen. Dabei spielen folgende Risiken eine wesentliche Rolle: Anbieterausfall, Kursschwankungen, Zinsveränderungen.
Anlagen in Kapitallebensversicherungen
Aktuellen Statistiken zufolge erfreut sich die kapitalbildende Lebensversicherung mit etwa 55 Millionen Verträgen in Deutschland nach wie vor großer Beliebtheit. Das Risiko einer Versicherungspleite ist angesichts der strengen Versicherungsaufsicht sehr gering, dafür sind die Verluste bei vorzeitiger Kündigung in der Regel hoch.
Gerade in den ersten Jahren der Vertragslaufzeit schlagen die Abschlussprovisionen besonders stark zu Buche. Da Kurs- und Zinsrisiken ansonsten keine Rolle spielen, ist die Sicherheit von Geldanlagen in Kapitallebensversicherungen gegeben, wenn die Verträge bis zum Laufzeitende durchgehalten werden. Allerdings müssen sich Anleger stets vor Augen halten, dass es sich bei dieser Anlageform um eine Kombination aus Sparvertrag und Hinterbliebenenabsicherung handelt.
Geldanlagen in verschiedene Formen von Bankguthaben
Egal ob klassisches Sparbuch oder Tagesgeld-/Festgeldanlage: Nach den beunruhigenden Erfahrungen aus der Finanzkrise 2008 und den teilweise hohen Abschreibungen auf Staatsanleihen ist nicht mehr damit zu rechnen, dass Banken in Schieflage weiterhin staatlich, das heißt mit Steuergeldern, gestützt werden.
Bis zur Höhe von 100.000 Euro pro Kunde sind Geldanlagen bei einer europäischen Bank gesetzlich geschützt. Wer mehr Geld anlegen möchte, muss sich über zusätzliche Einlagensicherungen, etwa des privaten Bankgewerbes, erkundigen. Geldanlagen bei öffentlich-rechtlichen Sparkassen sowie bei Volks- und Raiffeisenbanken sind in voller Höhe abgesichert. Kursschwankungen und Zinsverluste fallen bei den erwähnten Anlagearten nicht an.
Der Anleger sollte bei längerfristigen Anlagen freilich darauf achten, dass er wenigstens die Inflationsrate als Rendite erhält. Bei niedrigen Zinsen, zum Beispiel auf dem klassischen Sparbuch, läuft er Gefahr, dass seine Anlage im Laufe der Jahre inkl. Zinsen an Wert verliert.
Geldanlagen in Wertpapieren
Für Privatanleger stellen Aktienfonds eine beliebte Anlageform dar. Diese Fonds werden mit Einmalbeträgen oder regelmäßigen Sparbeiträgen in Wertpapierdepots bei Banken oder Kapitalanlagegesellschaften geführt. Auf den Namen des Anlegers lautende Wertpapierdepots fallen zwar nicht unter die gesetzlichen und privaten Einlagensicherungsfonds, sind jedoch im Falle der Insolvenz der Depot-führenden Bank aussonderungsberechtigt.
Dies bedeutet, dass die betroffenen Depots auf eine andere Bank übertragen werden. Indes können Aktienherausgeber, also Unternehmen, und auch Staaten als Herausgeber von festverzinslichen Anleihen bankrott gehen. Dies kann im Extremfall zum Totalverlust der Geldanlage führen.
Kursschwankungen können zumindest einen Teil der Anlage vernichten. Somit zählt die Geldanlage in Wertpapieren jedweder Art unter Risikoaspekten zu den unsichersten Anlagen überhaupt.

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Guter Bericht. Jetzt weiß ich, was man auf keinen Fall machen sollte und was relativ sicher ist. Man wird ja immer mehr verunsichert, weil es inzwischen so viele Geldanlagen gibt, aber die Finanzmäkte immer unsicherer werden.