Bank of Scotland wirbt mit 2,2 Prozent Zinsen und Startguthaben – Ein Erfahrungsbericht

Die Bank of Scotland-Werbung im Fernsehen und den Printmedien ist derzeit nicht zu übersehen. Mit 2,2 Prozent Zinsen (variabel, Stand Januar 2011) wird dabei geworben, und zwar – im Gegensatz zu manch anderem Kreditinstitut – für Neu- als auch für Bestandskunden.

Das Tagesgeld mit 30 € Startguthaben weiterhin mit diesem Anzeigenlink erhalten, nur als Neukunde, und nur solange der Vorrat reicht.

Trotzdem ein momentan unvergleichliches Angebot, Grund genug das Konto einmal von einem unserer Autoren testen zu lassen. Hier die Erfahrungen mit dem Bank of Scotland Tagesgeldkonto:

Die Eröffnung ist unkompliziert

Meiner Erfahrung nach ist die Eröffnung eines Tagesgeldkontos bei der Bank of Scotland relativ einfach und unkompliziert. Vielleicht mit der Einschränkung, dass vor allem Neulinge im Online-Banking, die zudem wenig Erfahrung mit dem Internet und dem Computer haben, weniger gut mit dem Online-Konto zurechtkommen.

Für mich war Online-Banking aber bereits seit einigen Jahren üblich, und somit stellte der Anmeldeprozess auch kein Problem dar.

Das Tagesgeld der Bank of Scotland kann einfach über das Internet beantragt werden. Online füllt man das Formular aus und druckt sich anschließend den Coupon für das Postident-Verfahren aus. Mit dem Postident-Coupon geht man zur Post und lässt sich anhand des Personalausweises vom Postmitarbeiter identifizieren.

Das ist notwendig, da man auch bei einem Online-Konto aufgrund des Geldwäschegesetzes ausschließlich auf eigene Rechnung handeln darf. Innerhalb weniger Tage kam dann schon die Antragsbestätigung.

Um die Identität zu überprüfen, wird ein Cent-Betrag auf das Referenzkonto gebucht, den man zurückbuchen muss. Anschließend kann das Tagesgeld bei der Bank of Scotland aktiviert und genutzt werden.

Einfaches Konditionsmodell

Besonders gut gefällt mir am Tagesgeld der Bank of Scotland, dass es so übersichtlich gestaltet ist. Es gibt bei der Bank of Scotland keine gesonderten Konditionen oder eine gestaffelte Verzinsung. Eine Mindesteinlage wird von der Bank of Scotland ebenfalls nicht verlangt.

Das heißt, dass auch ich als Kleinanleger von diesem Tagesgeldkonto profitieren kann. Die Webseite spricht mich persönlich aufgrund ihrer klaren Struktur an. Möchte ich mich in meinem Tagesgeldkonto einloggen, ist das mit wenigen Klicks möglich.

Natürlich wird auch bei der Bank of Scotland Sicherheit groß geschrieben. Und so erhalte ich nur mit den korrekten Daten Zugang zum Konto. Im Vorfeld werden zudem einige Sicherheitsfragen gestellt.

Startguthaben ist ein schöner zusätzlichert Bonus

Mir gefällt am Tagesgeld der Bank of Scotland auch das Startguthaben in Höhe von 30 Euro (verfügbar Stand Januar 2011, Anm. der Redaktion). Der Betrag wurde kurz nach der Kontoeröffnung auch tatsächlich auf das Tagesgeldkonto gebucht.

Positiv am Tagesgeld der Bank of Scotland sind zudem die flexiblen Ein- und Auszahlungsmöglichkeiten. So kann ich als Bankkunde sowohl Einmalbeträge als auch monatliche Beträge auf das Tagesgeldkonto einzahlen. Im eigenen Account bei der Bank of Scotland stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

Man kann sich auch einen monatlichen Sparplan einrichten. Bei den Auszahlungen ist man genauso flexibel. Hier veranlasst man einfach eine Auszahlung in beliebiger Höhe und innerhalb von 2 Bankarbeitstagen ist das Geld bereits auf dem Konto. Ich kann auch selbst Ein -und Auszahltermine festlegen.

Einlagensicherung sollte berücksichtigt werden

Die Bank of Scotland verzichtet – zumindest nach eigenen Angaben – auf sogenannte “Sternchentexte”. Die Konditionen sind einfach zu durchschauen und jeder Kunde erhält die gleichen Bedingungen. Einzige Ausnahme sind Großanleger, die mehr als 500.000 Euro auf dem Tagesgeld anlegen wollen. Hierfür gelten gesonderte Regelungen.

Einziger Nachteil am Tagesgeld der Bank of Scotland ist die in Großbritannien geltende Einlagensicherung. Bei der Bank of Scotland sind Einlagen bis zu 85.000 Britischen Pfund geschützt. Bei deutschen Banken fällt die Einlagensicherung deutlich höher aus.

Das Tagesgeld Der Bank of Scotland kann ich nach meinem Test bislang uneingeschränkt weiterempfehlen. Vor allem Kleinanleger sind mit diesem Tagesgeldkonto gut beraten. Für versierte Online-Banker, die keine persönliche Beratung brauchen und von ihrem Tagesgeldkonto auch nicht mehr erwarten als Zinsen, ist die Bank of Scotland – wenn man nicht unbedingt ein deutsches Institut will – eine gute Wahl.

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Kommentare

  1. Manga meint:

    Sind die 2,2 denn nur ein Lockangeb ot, wie regelmäßig passt die BOS denn ihre Zinsen an, habt ihr da Erfahrungen

  2. Redaktion meint:

    @Manga: Bisher passte die Bank of Scotland ihre Zinsen eigentlich sehr regelmäßig an.

    Die großen Banken mit kostenlosen Tagesgeldkonten ohne besondere Kündigungsfristen können es sich meist auch gar nicht leisten im Zinssatz deutlich unter der Konkurrenz zu liegen, da die Kunden mittlerweile sehr schnell bereit sind den Anbieter zu wechseln.

  3. Nils meint:

    Ich kann die positiven Erfahrungen mit der Bank of Scotland nur bestätigen. Ich bin da nun schon seit rund einem dreiviertel Jahr selbst Kunde und kann nichts negatives sagen. Es klappt alles einwandfrei und wenn man sich einmal mit einer Frage an den Kundenservice wendet, bekommt man auch eine kompetente Antwort. Auch per Telefon. Telefonisch ist der Service erfreulicherweise über eine “echte” Festnetznummer erreichbar und nicht wie so viele andere über eine 0180er-Nummer. Denn die sind vom Handy ziemlich teuer.
    Weiterer positiver Unterschied zu vielen anderen: Die BoS macht keinen Unterschied zwischen Neu- und Bestandskunden. Damit zu Dir, Manga: Es handelt sich mitnichten um ein Lockangebot: Der Zinssatz verharrt nun schon sehr, sehr lange bei 2,2%. Und die Erfahrung aus der Vergangenheit zeigt, dass die Bank of Scotland immer zu den Topanbietern gehörte. Auch bei Zinsänderungen. Damit hebt sie sich absolut positiv von sehr vielen anderen Tagesgeldanbietern ab.

  4. Redaktion meint:

    Ich denke auch, wenn ich nicht schon ein Tagesgeldkonto hätte, dann würde ich mich wohl für die Bank of Scotland entscheiden.

    Die Höchstsumme für die Einlagensicherung sollte man natürlich beachten.

  5. Nils meint:

    Ich würde mich auch für die BoS entscheiden, wenn ich woanders Kunde wäre. Es ist nun schon einfach seit Monaten mit Absicht das beste am Markt.
    Einlagensicherung ist natürlich wichtig. Allerdings dürfte das die wenigsten betreffen, da die meisten Tagesgeldanleger wohl deutlich unter 100.000 Euro anlegen.

  6. Tanja meint:

    Inzwischen haben ja einigen Konkurrenten von der BoS nachgelegt. So bietet die DAB Bank jetzt 2,6%, wenn auch “nur” bis 20.000 Euro und mit Depot. Da hat die BoS bei vielen Anlegern sicherlich mit einigen Umbuchungen zu kämpfen :-)

    Persönlich finde ich das Angebot von der 1822direkt noch sehr interessant, da dort die Absicherung zu 100% über die Sparkasse läuft. 2,25% sind auch nicht viel schlechter als bei BoS. Aber ihr habt im Ganzen recht: Grundsätzlich spricht nichts gegen eine Geldanlage bei der Bank, das hat die Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe auch nochmal bestätigt und betracht die Einlagensicherung in GB als sicher!

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